Vielen Unternehmen stellt sich oft die Herausforderung, unter den heute gut ausgebildeten und motivierten Bewerberinnen und Bewerbern den passgenauen Nachwuchs für ihre individuellen Unternehmensziele und -schwerpunkte zu finden — und diesen dann auch dauerhaft an sich zu binden. Gleichermaßen bringen junge Absolventinnen und Absolventen sowie Studierende genaue Vorstellungen mit, in was für einem Unternehmen und in welchem Bereich sie sich verwirklichen wollen. Um beide Seiten bei diesen Herausforderungen zu unterstützen, bietet der Arbeitskreis Wissenschaft und Wirtschaft e.V. ab Sommer 2019 ein Mentoring Programm für Studierende, Promovierende und Postdocs in den Bereichen Gesundheit und Bauwirtschaft an.

Erfolgreich aus dem Hörsaal in die Wirtschaft

Im Vordergrund des Mentoring Programms steht die Karriereentwicklung der Studierenden sowie die Hilfe bei ihrer weiteren Studienorientierung und -organisation. Dabei geht es einerseits um das Aufzeigen von Karrierewegen in der jeweiligen Branche als auch darum, eine erfahrene Person als Begleitung zu haben, die ihren Schützling auf mögliche Risiken und Chancen hinweist. Denn mit jemandem an der Seite gelingt der Aufstieg schneller und sicherer. Die Mentorinnen und Mentoren sind erfahrene Experten der teilnehmenden Firmen, die Einblicke in internes Wissen sowie wertvolle Tipps geben können. Die Mentees sind mindestens in ihrem 3. Bachelorsemester, aber auch im Master oder Doktoranden und Post-Docs und teilweise aus dem Ausland und verfügen damit über  spezielle kulturelle und sprachliche Kenntnisse.

Mentoring an Hochschulen — ein Mehrwert für alle Beteiligten

Mentoring, das bereits an Hochschulen und Universitäten beginnt, hat viele Vorteile: So dient es einerseits der Förderung von  wissenschaftlichem Nachwuchs und der Berufsorientierung von Absolventen, Berufseinsteigern und Promotionskandidaten in Richtung freie Wirtschaft, und gibt Unternehmen andererseits die Möglichkeit, schon früh Einfluss auf die Karriere- und Studienwege ihrer Young Professionals zu nehmen. Das Programm hat demnach sowohl für Firmen als auch für Studierende beachtlichen Mehrwert: Beide Seite lernen sich genau kennen, begleiten die Schritte des anderen und bauen Vertrauen zueinander auf. Der regelmäßige Kontakt zwischen Mentorin bzw. Mentor und Mentee ist dabei besonders wichtig, denn die Mentoren sind für ihre Mentees in dringenden Fragen erreichbar. Organisiert wird der Kontakt über den Arbeitskreis, der auch als Ratgeber für beide Seiten zur Verfügung steht..

Das Konzept

Der Prozess funktioniert ähnlich wie Headhunting: Die Firmen füllen zu Beginn einen Fragebogen aus, in dem Eigenschaften und Kenntnisse abgefragt werden, die sie in Young Professionals und zukünftigen Mitarbeitern suchen. Der AkWW ordnet mithilfe seiner Kontakte den Firmen eine oder einen passenden Mentee zu und koordiniert die erste Kontaktaufnahme.

Das Mentoring Programm ist vorerst für ein Jahr angelegt. In diesem Jahr sollen vier Treffen zwischen Mentor und Mentee stattfinden. Dadurch, dass der AkWW als Vermittler und Schnittstelle zwischen Mentoren und Mentees fungiert, wird Kontakt zu beiden Seiten gehalten und regelmäßiges Feedback eingeholt.

Dieses Mentoring Programm lohnt sich – persönlich wie beruflich. Interessierte Unternehmen aus dem Bereich Gesundheitswesen und Bauwirtschaft können sich bei Frau Dr. Gitta Brüschke über das Programm informieren und dafür anmelden.

Dr.Brueschke (at) akww.de